Früh-Hoch-Spät?

Als ich als angehender Skitourengeher in den späten 1980ger Jahren einschlägige Lehrbücher studierte , war die klassische Einteilung in Früh-, Hoch – und Spätwintertouren in Stein gemeißelt. Zum Glück pfiff mein damaliger „Lehrmeister“ und Freund Flo damals schon auf diese klassische Einteilung und meinte, man müsse begehrte Ziele einfach dann machen , wenn die Verhältnisse eben passen. Und so unternahmen wir Skihochtouren wie die Urner Haute Route auch schon mal Anfang Januar … auch wenn die Tage da noch kurz und die Hütten geschlossen sind. Seit dieser Zeit bin ich übrigens ein großer Liebhaber des selber Kochens auf Winterräumen.

Mit den Wetterturbulenzen, die ziemlich sicher auch mit dem Klimawandel zu tun haben, hat diese klassische Aufteilung meines Erachtens nach weiter an Gültigkeit verloren. Jedenfalls habe ich diese Woche fünf tolle Skitourentage in den Bayrischen Voralpen erlebt, deren Touren eigentlich als Hochwinterziele gelten. Indes … den ganzen Winter lag an Teufelstättkopf, Rotwand Reibn, Plankenstein Reibn und Schildenstein noch nicht so viel Schnee wie jetzt. Und bis auf heute, wo der Schnee bei der Schildenstein Abfahrt schon sehr schwer, aber mit guter Technik durchaus fahrbar war, gab es in den letzten Tagen auch dank tiefer Ende-März-Temperaturen auch noch perfekten Powder.

Gleichzeitig habe ich in den letzten Jahren nicht nur einmal besten Firn im Januar oder Februar erlebt, wenn es für die Jahreszeit außergewöhnlich warm war, aber in klaren Nächten die Schneedecke durchfror.

Was ich damit sagen will? Man muss einfach die Wetter- und Schneedeckenentwicklung den ganzen Winter über gut im Blick haben und sich je nach Verhältnissen die entsprechenden Skitouren-Rosinen herauspicken.

Hier Bilder vom heutigen Plankenstein:

Und hier noch Bilder vom Mittwoch zur Plankenstein Reibn:

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