Zeitloser Klassiker

Auch nach 127 Jahren (denn genau so viele hat der „Alte“ auf dem Buckel ) lohnte es sich, mal wieder am „Heilbronner Weg“ vorbei zu schauen. Vor allem dann, wenn man wie gestern bestes Herbstwetter mit grandioser Fernsicht hat. Schwer fällt dann die Wahl zwischen den schwindelerregend tief eingeschnittenen Oberstdorfer Tälern und dem Alpenvorland auf der einen Seite und dem Blick nach Süden, der bis zum Ortler reicht.

Besonders schwierig ist die ganze Angelegenheit nicht. Aber eine gute Kondition sollte man schon haben, wenn man wie wir noch das Hohe Licht (sehr lohnend) mitnimmt und nach einer Strärkung auf der Kemptner Hütte gleich weiter nach Spielmannsau absteigt. 20 Km, 1000Hm im Aufstieg und 2000 Hm im Abstieg kommen da ab der Rappenseehüte zusammen.

Am Vortag unternahmen wir nach dem dem Hüttenzustieg noch die Runde auf den Rappenseekopf und trafen dabei außer Steinböcke niemanden. Obwohl die Rappenseehütte gut besucht war und auch auf dem Heilbronner Weg nicht gerade wenige unterwegs waren, war alles sehr angenehm … von ein paar Männergruppen abgesehen, die es sowohl auf der Hütte als auch unterwegs nicht schafften, nicht so lautstark miteinander zu kommunizieren.

Deswegen ist es um so lohnender, unter der Woche dort unterwegs zu sein. Das Zeitfenster ist aber nicht mehr sehr weit offen, Denn nur noch bis Mittwoch soll das Wetter sicher halten (noch ist alles trocken und schneefrei) und die Rappenseehütte ist bis zum 3.10. geöffnet.

Bedauerlich ist dass, die Oberstdorfer Buslinien nicht im Deutschland Ticket enthalten sind und dass es keine direkt Bahnverbindung von München nach Oberstdorf mehr gibt. Die lange Rückfahrt empfand ich fordernder als den Heilbronner Weg … und das, obwohl ich als MW Deutschland Vorsitzender die Anreise mit Öffentlichen Verkehrsmittel so oft wie möglich propagiere..

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