Gipfelglück auf den Lofoten

Sie liegen etwa 200 Kilometer nördlich des Polarkreises und tauchen mit hunderte Meter hohen Steilwänden aus dem Nordmeer auf: Die Inselgruppe der Lofoten. Es war schon lange ein Traum von mir, diese einzigartige Landschaft zu erwandern. Daher habe ich dort in den vergangenen zwei Wochen elf tolle Gipfel bestiegen.

Neben wetterfester Ausrüstung ist gute Trittsicherheit in Nord-Norwegen das A & O. Denn die Pfade sind meist schmal und steil. Und auf Erdpassagen sind die Steige oft rutschig. Orientierungsvermögen sollte man auch haben, denn die meist nicht markierten oder beschilderten Pfade sind zwar an sich meist deutlich, verlieren sich aber immer wieder in weglosem Blockgelände. Ich war erstaunt, wie gut die tracks von alpenvereinaktiv.com selbst bei abgelegenen Zielen diesbezüglich sind.

Noch erstaunter war ich über die schlechte Zuverlässigkeit der verschieden Wetter-Apps. Selbst der viel gelobte norwegische Wetterdienst yr.no irrte sich in Sachen Niederschlag nicht nur einmal am gleichen Tag. Auch bei gut angesagtem Wetter musst du immer damit rechnen, nass zu werden. Kommt dann aber die Sonne heraus, dann sind die Stimmungen um so magischer!

Man kommt sehr gut mit dem öffentlichen Bussen von reisnordland.com zu den verschiedenen Inseln, die meist mit Brücken miteinander verbunden sind. (Unbedingt die app auf Handy laden.) Und das Zelten – egal ob in der freien Wildbahn oder auf den relativ günstigen Campingplätzen – ist vollkommen unproblematisch.

In Sachen overtourism – ja auch die Lofoten sind davon wohl betroffen – hat sich der September als sehr gute Wahl erwiesen. Die Leute meinten, dass im Juli und August viel mehr los sei. Zudem kann man bei der riesigen Auswahl an Gipfel überlaufenen Zielen wie den Reinebringen ganz einfach aus dem Weg gehen. Mein absolutes Hihglight war die Tour auf den Helvetestinden, die man mit einer Zeltnacht am wunderschönen Bunes Strand verbinden kann.

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