Bergbericht – So wird’s am Wochenende

 

Schon mehr als eine Woche beschert ein stabiles Oktober-Hoch großartige Tourenbedingungen. Und diese sollte man noch so lange wie möglich ausnutzen.

Tourenverhältnisse

Vor allem nordseitig liegt derzeit ab etwa 2000 Meter unterschiedlich viel Schnee. So wird auf der Nordseite des Hohen Lichts ab 2100 m „ziemlich viel Schnee“ gemeldet, während der über 2400 m hohe Anhalter Höhenweg (Lechtaler Alpen) größtenteils schneefrei und am 2304 m hohen Treffauer (Kaisergebirge) nur von Schneeresten die Rede ist.

Diese regional sehr unterschiedlichen Bedingungen finden sich auch am Alpenhauptkamm wieder. Hier sind zum Beispiel sowohl der Nordgrat als auch der Riepengrat des 3476 m hohen Olperer (Zillertaler Alpen) schneebedeckt, während in der Schweiz die Felskletterei zum 3247 m hohen Ringelspitz trocken ist. Im Wallis liegt noch weniger Schnee. Hier kann man über den WSW Grat sogar komplett schneefrei auf das über 4000 m hohe Lagginhorn aufsteigen.

Wochenendwetter

Am Freitag und Samstag bleibt das schöne Bergwetter in den Ostapen noch erhalten. Die Nullgradgrenze liegt bei etwa 3300 m. Es kommt lebhafter Westwind entlang der Nordalpen auf. Der Freitag bringt strahlenden Sonnenschein, am Samstag Morgen ziehen dann kompaktere Wolkenfelder über die Berge, welche während des Vormittags von der Sonne verdrängt werden. In der Nacht auf Sonntag gibt es jedoch einen Wetterumschwung.

Zum Sonntag hin erreicht eine Kaltfront mit Niederschlag die Westalpen, welche sukzessive in Richtung Osten zieht. Die Schneefallgrenze sinkt dann gegen 1200m. Oberhalb von 2000 Metern werden verbreitet 30 cm, oberhalb von 3000 Metern 40 bis 50cm Neuschnee erwartet.

In den Westalpen wird die Wetterverschlechterung entsprechend früher stattfinden. Hier zieht es in Zusammenhang mit der Kaltfront bereits am Samstag Nachmittag von Nordwesten her zu und es weht ein starker Wind.

Auch auf der Alpensüdseite ist am Sonntag Niederschlag angesagt, wobei es vom Tessin her am Nachmittag dort wieder auflockern soll. (Stand 18.10. – 19h)

Fazit

Man sollte unbedingt den Freitag oder den Samstag für eine (vielleicht vorerst letzte) ausgedehnte Herbst-Bergtour nutzen. Bei höheren Zielen oberhalb von etwa 2300 Metern sollte man alpine Erfahrung in Einschätzung der Schneelage und eine entsprechende Ausrüstung mitbringen. Denn da die meisten höher gelegenen Hütten bereits geschlossen haben, ist es nicht mehr möglich sich dort über die lokalen Tourenverhältnisse genau zu erkundigen.

herbstahorn_hörnle

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