Bergbericht – So wird’s am Wochenende

Schildenstein_blog

Wie schon in der Vorwoche nimmt das Schauer-Risiko wohl zum Wochenende wieder etwas ab, was Wanderern, Kletterern und Mountainbikern vor allem am Samstag schöne Betätigungsmöglichkeiten ermöglicht.

Tourenverhältnisse

Mittlerweile werden auch in der Schweiz keine Lawinenlageberichte mehr herausgegeben. Was aber nicht bedeutet, dass keine Skihochtouren mehr möglich sind. Nach wie vor werden von den Gletschern gut eingeschneite Spaltenzonen gemeldet. Allerdings muss man die Ski oft weit hinauf tragen. So dauert der Anstieg z.B. von der Franz Senn Hütte (2147 m, Stubaier Alpen) bis zur geschlossenen Schneedecke schon 45 Minuten.
Im Umkehrschluss sind in den Nördlichen Kalkalpen mittlerweile auch nordseitige Anstiege auf hochgelegenen Ziele wie z.B. über die Meilerhütte auf die Westliche Törlspitze (2427 m, Wetterstein) möglich, wobei ein Schneefeld zu queren ist. Andererseits liegt dort auf flachen Plateaus wie dem Leutascher Platt noch sehr viel Schnee. Und auch in der Latschenzone sind eingewehte Mulden noch mit viel Schnee bedeckt.
Die Berge des Bayerischen Alpenrands sind hingegen weitgehend schneefrei.

Wochenendwetter

Die Ostalpen sind am Freitag zweigeteilt in einen sonnigen Westen und einen schaueranfällige Osten. Dort muss man vormittags, spätestens nachmittags mit Schauern und Gewittern rechnen. Die Nullgradgrenze pendelt zwischen 3200 m und 3500 m.

Der Samstag wird insgesamt stabiler. Im Norden und Osten viel Sonne bei geringer Gewitterneigung. Südlich des Hauptkamms sind nach einem sonnigen Vormittag nachmittags Schauer und Gewitter zu erwarten. Am Sonntag ist es nach einem sonnigen Vormittag überall anfällig für gewittrige Schauer.
In den Westalpen wird hingegen schon der Samstag sehr labil und am Sonntag gibt es wegen Schleierbewölkung deutlich weniger Sonne. Nachmittags ist auch dort wieder gewittrig.

Fazit

Wer eine längere Bergtour vorhat, der sollte unbedingt den Samstag nutzen. kürzere in Unternehmungen sind in den Nordalpen aber auch am Sonntag Vormittag möglich. Wer Schneekontakt vermeiden möchte, sollteTouren am Alpenrand anvisieren wie zum Beispiel die DAV Tour der Woche , welche über die Südseite auf die Scheinbergspitze in den Ammergauer Alpen führt.

Für längere Hoch- und vor allem Grattouren ist die Wetterlage wegen ihrer Gewitteranfälligkeit nicht gerade geeignet.

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