Bergtouren in Österreich ?!?

Aufgrund des derzeitigen Lockdowns in Österreich und der Einordnung des Nachbarlandes als Corona Krisengebiet herrscht derzeit eine große Verunsicherung darüber, ob Bergtouren in Tirol, Vorarlberg & Co. derzeit möglich sind oder nicht.

In Sachen Rückreise nach Deutschland und Quarantäne gilt weiterhin die Bestimmung, dass man sich maximal 24 Stunden in Österreich aufhalten darf, um nicht nach der Rückkehr in Hausarrest gehen zu müssen. Wer mehrere Tage in Östtereich auf Berge steigts muss bei der Rückkehr nach Deutschland eine 10-tägige Quarantäne antreten und zudem eine digitale Einreiseanmeldung auszufüllen.

Eindeutig sind auch die Bestimmungen bezüglich des Alpinen Sicherheits Services für Alpenvereinsmitglieder. Durch in werden Such-, Bergungs- und Rettungskosten bis € 25.000,- abgedeckt. Diese Absicherung wird jedoch nicht gegeben, wenn man einen Bergunfall in einem Corona Risikogebiet erleidet!

Nicht ganz eindeutig rechtlich geregelt ist hingegen die Frage, ob Bergtouren grundsätzlich in Österreich erlaubt sind. Hierzu habe ich leider keine konkrete Aussage von Seiten der Österreichischen Politik gefunden.

Der Österreichische Alpenverein weist aber darauf hin, dass der Individual- und Freizeitsport draußen alleine oder mit Personen aus dem eigenen Haushalt weiterhin erlaub sei. Der ÖAV empfiehlt sogar Sport und Bewegung im Freien und hat diesbezüglich 7 Regeln aufgestellt die es zu beachten gilt (Stand 17.11.2020).

Auch die Redaktion von bergsteigen.com sieht Bergtouren als möglich an: „Für den Bergsport hat sich im Vergleich zum ersten Lockdown nur wenig geändert:Gemäß COVID-19-NotMV  § 1 Abs. 1 Z 5 und § 2 Abs. 1  ist in Österreich bis 6. Dezember 2020, 24:00 Uhr der Aufenthalt im Freien zur körperlichen und psychischen Erholung und das Betreten öffentlicher Orte im Freien erlaubt,wenn gegenüber Personen, die nicht im gemeinsamen Haushalt leben, ein Abstand von mindestens einem Meter eingehalten wird.“
Aber bergsteigen.com weist auch darauf hin, dass „die Umlegung der neuen COVID-19-Notmaßnahmenverordnung auf den Bergsport wie beim ersten Lockdown NUR die Ansicht der Redaktion darstellt.

Den gesamten sehr interessanten Beitrag, welcher auch auf die einzelnen Bergsportarten eingeht findet ihr HIER

Als Fazitn kann man also festhalten, dass grenznahe Tagestouren möglich sind. Diese entlasten zudem den starken Andrang am Bayerischen Alpenrand. Man sollte sich aber möglichst unbekannte Ziele aussuchen und unbedingt Gipfel anvisieren, die einen in Sachen Kondition und Schwierigkeit nicht überfordern. Auf ein defensives Risikomanagement muss man im Spätherbst mit seinen kurzen Tagen aber ja ohnehin achten!

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