Bergbericht – So wird’s am Wochenende



Ein sonniges Herbstwochenende löst endlich das sehr niederschlagsreiche „Sommerwetter“ der vergangenen Wochen ab. Dabei muss man sich bei ganz hoch gelegenen Touren allerdings auf etwas winterliche Verhältnisse einstellen.



Tourenverhältnisse

Das letzte Wochenende brachte in den Nordalpen ab etwa 2500 m Neuschnee, der oberhalb von 3000 m bis zu 20 cm anwuchs. Mittlerweile ist der Schnee südseitig bis auf etwa 2800 m wieder abgeschmolzen. Auf nordseitigen Karen und Bergflanken ab 2600 m muss man hingegen noch mit Neuschneeresten rechnen.
Auch auf den Hochtouren des österreichischen und schweizerischen Alpenhauptkamms hat es (wenn auch etwas weniger als in den Nordalpen) geschneit. Hier sind vor allem die Gletscher für die Jahreszeit außergewöhnlich eingeschneit, was bedeutet dass es zum Ende dieses Bergsommers deutlich weniger Blankeispassagen gibt als sonst.
Bei tiefer gelegenen Touren ist darauf hinzuweisen, dass typischerweise feuchte Wegabschnitte auch in den kommenden Tagen aufgrund der Witterung im August eher noch nass sein können. Ansonsten trocknen die meisten Touren derzeit recht schnell ab.

Wochenendwetter

Mittelgebirge: In allen Deutschen Mittelgebirgen steht ein sonniges Wochenende mit nur wenigen Wolken bevor. Auf den Gipfeln werden folgende Tageshöchsttemperaturen am Wochenende erwartet: Kahler Asten (841 m) 18°C, Brocken (1141 m) 14°C, Großer Zschirnstein (560 m) 20°C, Großer Arber (1456 m) 14°C und Feldberg (1493 m) maximal 15°C.
Alpen: Der Freitag bringt in den Ostalpen gutes, spätsommerliches Bergwetter. Meist beginnt der Tag mit strahlendem Sonnenschein. Nur im Westen steigt die Schauerneigung mit Quellwolkenbildung am Nachmittag geringfügig an. Die Temperatur auf 200 m liegt bei ca. 11°C.
Der Samstag bringt ebenfalls sonniges und windschwaches Bergwetter. Im Westen und Süden ist es allerdings nicht stabil. Während es im Norden und Osten trocken und sonnig bleibt, ist vom Arlberg über die Dolomiten und den Gardasee bis zu dem Karnischen Alpen mit einzelnen Regenschauern und Gewittern zu rechnen.
Am Sonntag sind der Nördliche Alpenrand und die Nordalpen wieder wetterbegünstigt, während es vor allem auf der Südseite deutlich labiler ist.
In den Westalpen ist das kommende Bergwochenende Ende deutlich labiler. Hier muss man vor allem auf der Südseite immer wieder mit gewittrigen Schauern rechnen.

Fazit

Einem tollen Bergwochenende mit vielfältigen Tourenmöglichkeiten steht so gut wie nichts im Wege. Nur bei ganz hoch gelegenen Touren muss man noch mit Neuschneeresten rechnen. Aber es ist ohnehin viel besser, sich nicht in Richtung Alpenhauptkamm (und dort schon gar nicht in Richtung Westen) hin zu orientieren, sondern sich schöne Ziele in den Nordalpen auszusuchen. Denn dort ist die Gewittergefahr das ganze Wochenende über gering. Dennoch sollte man sich für Touren am Sonntag den aktuellen Alpenwetterbericht vom Samstag ansehen und hinterfragen, ob die Gewittergefahr doch angestiegen sein könnte.
Auch (Alpin)Kletterer kommen in den nächsten Tagen endlich mal wieder auf ihre Kosten. Hierbei macht es von den eher spätsommerlichen Temperaturen und auch von der Abtrocknung der Routen her Sinn, eher südexponierte Felswände anzuvisieren.

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